Der Bauernverband und die Agrarindustrie

Veröffentlicht am 28.12.2011 in Landwirtschaft & Forsten
 

Da überlegt man in Brüssel, wie man den eher kleinen Bauern unter die Arme greifen kann - und ausgerechnet der Bauernverband läuft dagegen Sturm. Bauernverbandspräsident Gerd Sonnleitner schwingt wieder einmal die Anti-Europa-Keule, weil die EU definieren will, was ein "aktiver Landwirt" ist. Dabei wäre diese Definition im Sinne der Bauern dringend nötig.

"Wollen wir jetzt auch noch kontrollieren, wer auf dem Schlepper sitzt?" spottet Sonnleitner in einem Zeitungsartikel (hier) über den Vorstoß der EU. Dem CSU-nahen Bauernverband und seinem Präsidenten gefällt dieses Vorhaben überhaupt nicht, müssten doch seine wichtigsten Gönner und Profiteure mit drastischen Abstrichen rechnen.

Hintergrund der Überlegung bei der EU ist, dass gewisse Zuschüsse nur noch an "echte Bauern" fließen sollen - also an Familienbetriebe, die noch selber auf dem Acker arbeiten. NICHT aber an Industriefarmen, an Großmolkereien, an Düngermittelhersteller oder an so bedürftige Unternehmen wie die fürstliche Ländereiverwaltung von Thurn und Taxis. Solche Großbetriebe kassierten in den vergangenen Jahren die meisten Agrarzuschüsse von der EU.

Die SPD hat sich immer für eine klein strukturierte Landwirtschaft - so wie sie traditionell in der Oberpfalz vorherrscht - stark gemacht. Nur in Familienbetrieben mit überschaubarer Größe ist ein verantwortungsvoller Umgang mit Tieren und Landschaft gewährleistet. Die CSU und der Bauernverband haben sich hingegen jahrzehntelang für eine Vergrößerung der Strukturen eingesetzt. Die Folge ist eine Monopolisierung der Agrarbranche und ein Bauernhofsterben mit fatalen Folgen für die ländlichen Räume. Dass die EU diese Entwicklung stoppen will, ist zu begrüßen.

 

Unser Kandidat für den Landtag

Mitglied werden bei der SPD

Natascha Kohnen: Gerecht ist, was Wohnraum schafft! BayernSPD-Landtagsfraktion BayernSPD

 

https://mitgliedwerden.spd.de/eintr…

Ansprechperson:

Vorsitzender Andreas Koch

Mobil 01708357912

WebsoziInfo-News

19.08.2018 18:32 Sommerinterview mit Andrea Nahles
Berlin direkt – Sommerinterview vom 19. August 2018 Andrea Nahles, SPD-Vorsitzende, im Gespräch mit Thomas Walde Hier geht´s zur Mediathek

19.08.2018 18:26 Die Zeit drängt: Das Mieterschutzgesetz muss jetzt kommen
Die Lage auf dem Wohnungsmarkt ist ernst. Der Entwurf des Mieterschutzgesetzes von Ministerin Dr. Katarina Barley setzt die Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag um und leistet damit einen wichtigen Beitrag, um Wohnen in Deutschland bezahlbarer zu machen. Ein zügiger Abschluss des Gesetzes hat höchste Priorität, damit ein Inkrafttreten zum 01. Januar 2019 sichergestellt ist. „Angesichts der

17.08.2018 18:27 Erwarte vom Treffen Merkel und Putin Signal der Entspannung
An diesem Samstag trifft die Bundeskanzlerin auf den russischen Präsidenten. SPD-Fraktionsvize Post macht deutlich: Nicht Konfrontation und Freund-Feind-Denken, sondern die pragmatische Suche nach Lösungen muss im Vordergrund stehen. „Meine Erwartung ist, dass von dem morgigen Treffen von Kanzlerin Merkel und Präsident Putin ein Signal der Entspannung im deutsch-russischen Verhältnis ausgeht. Nicht Konfrontation und Freund-Feind-Denken, sondern die

17.08.2018 18:26 Keine Anhebung der Verdienstgrenze für Minijobs
Katja Mast äußert sich zum erneuten Vorstoß aus Reihen der CSU zur Anhebung der Verdienstgrenzen bei Minijobs. „Die Anhebung der Verdienstgrenze für Minijobs ist aus gutem Grund nicht vorgesehen. Es gibt dafür keine Vereinbarung im Koalitionsvertrag. Uns von der SPD geht es um voll sozialversicherungspflichtige Beschäftigung.“ Statement von Katja Mast auf spdfraktion.de

13.08.2018 17:20 Demokratie braucht Inklusion – Inklusion ist mehr Lebensqualität für alle
Der Bundesvorsitzende von Selbst Aktiv, Karl Finke, sowie seine Stellvertreterin, Katrin Gensecke, haben sich zu einem ersten Abstimmungs- und Erfahrungsaustausch mit dem neuen Beauftragten für die Belange behinderter Menschen, Jürgen Dusel, in Berlin getroffen. „Demokratie braucht Inklusion. Dies müssen wir in das allgemeine gesellschaftliche Bewusstsein einbringen“, so Jürgen Dusel. „Vor Ende der ersten 100 Tage der Amtszeit gilt

Ein Service von info.websozis.de

Wer-ist-Online?

Besucher:447718
Heute:56
Online:1