Was Dandorfer so über das Umland denkt

Veröffentlicht am 06.01.2012 in Kommunalpolitik
 

Wolfgang Dandorfer (CSU)

Da hat sich der Amberger Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer (CSU) bei den Oberlandlern ja ganz schön in die Nesseln gesetzt. In Krumbach seien die geplanten Windräder zu umstritten, sagte er. Hingegen sei es in Witzlricht "wurscht", ob da zwei oder sechs Windkraftanlagen stehen. Seine Aussagen in der AZ bergen noch weitere Kracher.

Die Dorfgemeinschaft Witzlricht reagierte prompt und stellte öffentlich klar, dass der Amberger Oberbürgermeister so nicht mit der Landbevölkerung umspringen kann. Und - was noch schwerer wiegt und in der Zeitungsberichterstattung ein bisschen zu kurz wegkommt - Dandorfer hat offenbar nicht ganz die Wahrheit gesagt. Er hat im Zeitungsartikel behauptet, mit "Anliegern" gesprochen zu haben. Die Witzlrichter allerdings betonen, dass sich der Oberbürgermeister mit niemandem aus dem Dorf ausgetauscht hat. Stellt sich die Frage, wen er da wohl für einen "Anlieger" gehalten hat...

Abstimmungsprobleme in der CSU

Ein weiteres Detail sollte nicht unerwähnt bleiben. Standardmäßig erklären CSU-Bürgermeister, dass die Zusammenarbeit mit anderen Gemeinden, die ebenfalls einen CSU-Bürgermeister haben, hervorragend läuft. Und die Kooperation mit Nachbarkommunen, die einen SPD-Bürgermeister haben, schwierig sei. Nach dem Motto: Das kommt davon, wenn nicht alle CSU wählen.

Im Fall Witzlricht las sich das in der Zeitung folgenderdmaßen: "Ein konkretes Gespräch mit der Gemeinde Kümmersbruck habe es bis dato nicht gegeben. Anders verhalte es sich mit Freudenberg ... Auch mit der Gemeinde Kastl gebe es Kontakte, die in diese Richtung zielten." Klar: Freudenberg und Kastl haben einen CSU-Bürgermeister, Kümmersbruck wird von der SPD regiert.

Nun hat die Realität Dandorfer und seine CSU eingeholt. Offenbar gab es vielmehr massive Abstimmungsprobleme zwischen den CSU-Kommunen Amberg und Freudenberg (und nicht mit Kümmersbruck), sonst hätte Dandorfer nicht so einen Unsinn erzählt.

 

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