Kommunale Interessen in Europa vertreten

Veröffentlicht am 09.06.2009 in Europa
 

Ismail Ertug

Ismail Ertug hat den Einzug in das Europaparlament geschafft. Er wird in der nächsten Legislaturperiode die Oberpfalz in Brüssel vertreten und will mit aller Kraft daran mitwirken, der Europäischen Union ein soziales Gesicht zu geben. Die Amberger Zeitung hat unseren neuen Europaabgeordneten am Tag nach der Wahl über seine Ziele und seine Stimmungslage befragt. Das Interview:

Als Ismail Ertug am Montag gegen 11 Uhr in Berlin ankommt, hat er „auf der Fahrt keine Sekunde das Handy aus der Hand gelegt“. Zwischen einer Bestellung von zwei Chicken-Burgern ohne Soße und dem Marsch zur Fraktionssitzung mit den neu gewählten Europaabgeordneten gibt der
33-jährige Stadtrat Einblick in seine gemischte Gefühlswelt.

Wie fühlt man sich als neuer Europaabgeordneter?

Ismail Ertug: Natürlich ist da Freude, doch sie ist überschattet von den Ergebnissen, die die SPD eingefahren hat. Ich stehe zu den Idealen der Sozialdemokraten und zu meiner Partei. Wir haben es wieder nicht geschafft, die Wähler zu mobilisieren. Das Grausamste jedoch ist der
Rechtsruck, den das Europäische Parlament erlebt – unter anderem aus Österreich, Niederlanden und Dänemark. Das verschlägt mir die Sprache.

Wie geht’s jetzt ganz praktisch für Sie weiter?

Ertug: Heute ist die erste Zusammenkunft der Leute, die gewählt wurden. In der letzten Juni- und ersten Juli-Woche treffen wir uns in
Brüssel und am 14. Juli ist die erste konstituierende Sitzung in Straßburg.
Bis dahin bin ich noch in meinem Büro in Amberg.

Sie werden sich in der Nähe des Parlaments eine Wohnung suchen?

Ertug: Darum habe ich mich überhaupt noch nicht gekümmert. Zunächst
werde ich im Hotel unterkommen. In Brüssel könnte ich mir vorstellen,
eine Wohnung zu nehmen, um dem Hotelflair zu entkommen.

Werden Sie auch künftig ihre Stadtratstätigkeit ausüben können?

Ertug: Natürlich. Ich bin Kommunalpolitiker und werde die kommunalen
Interessen auch in Europa vertreten.

Sie sind der erste Amberger Politiker, der einen Wahlwerbefilm auf die Internet-Plattform Youtube stellte. Sind Sie mit 1328 Klicks zufrieden?

Ertug: Das habe ich ganz bewusst gemacht, um auch Jugendliche zu erreichen. Die Rückmeldungen waren durchwegs positiv.

Wie lange haben Sie am Sonntagabend noch gefeiert?

Ertug: Gar nicht. Mir war nicht danach zumute. Und ich weiß auch nicht, ob es überhaupt eine Feier geben wird. Erstmal mache ich jetzt die Arbeit.

 

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