Bayern lässt Tschechien links liegen

Veröffentlicht am 10.03.2009 in Landespolitik
 

Franz Maget

Eine reguläre bayerische Vertretung in Tschechien hat der bayerische SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Franz Maget (SPD), gefordert. Die "politisch sperrige und verkrampfte Beziehung Bayerns zu Tschechien" komme darin zum Ausdruck, dass der Freistaat überall auf der Welt besser repräsentiert sei als in Prag.

Nach seinem zweitägigen Besuch in Tschechien forderte Maget den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer (CSU) erneut auf, in das Nachbarland zu reisen. Es sei absurd, dass in den letzten 15 Jahren kein bayerischer Ministerpräsident beim wichtigsten Partner Bayerns unter den osteuropäischen EU-Mitgliedern zu Besuch war.

Das schade insbesondere dem Grenzraum, der auf eine Kooperation mit den tschechischen Nachbarn Tag für Tag angewiesen sei. "Für die vielen bürgerschaftlichen, kommunalen und geschäftlichen Partnerschaften ist die Haltung Bayerns besonders enttäuschend." Die Politik, die in München gemacht wird, sei für viele Menschen in der Oberpfalz, Niederbayern und Oberfranken unverständlich.

 

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